28. MÄRZ 2021 BIS 30. MAI 2021

HORIZONTE

Eine Wanderausstellung mit 6 Stationen im Industrieviertel Niederösterreichs

Der Grundstock der Exponate bleibt für alle Präsentationen gleich. Die Anzahl der Werke sowie deren kuratorische Zusammenstellung werden auf die örtlichen Gegebenheiten abgestimmt. Diese Form der Verknüpfung ist ein bewusst gesetzter Bestandteil der Wanderausstellung, wo Raumarchitektur und Kunstwerke wechselwirken. Daraus sollen weitere, neue Wahrnehmungsvarianten und Horizonte entstehen. Der Begriff Horizont wird in zahlreichen, vielfältigen Bedeutungen verwendet. In der Nautik ist es als Kimm die Trennlinie zwischen Himmel und Meer, in der Mathematik und Astronomie hingegen bezeichnet er die horizontale Ebene, die durch den Erdmittelpunkt geht. Im allgemeinen Verständnis bedeutet Horizont im offenen Gelände die Linie zwischen Hügeln und Bergketten und dem Firmament, in der Stadt die Trennlinie zwischen Bauten und freiem Himmel. Neben diesen allgemein bekannten Definitionen spricht die Wissenschaft vom Ereignishorizont. Dieser bildet eine Grenze für Informationen und kausale Zusammenhänge, die sich insbesondere in Bezug auf die Lichtgeschwindigkeit ergeben. Dieser Horizont ist als abstrakte, komplizierte Formel nur für Spezialisten begreifbar. Horizonte sind immer nur solange fixe Trenn- bzw. Begegnungslinien zwischen Himmel und Erde, zwischen Wahrnehmbarem und Unsichtbarem, solange man sich nicht vom Beobachtungsstandpunkt wegbewegt. Jede Veränderung der Beobachtungsposition eröffnet neue Horizonte. 13 Künstlerinnen und Künstler zeigen mit einem Konvolut von ausgesuchten, teils speziell für die Thematik HORIZONTE zusammengestellten Werken einen kleinen Einblick in ihr künstlerisches Schaffen. Es ist eine spannende, breit gefächerte Konstellation von Künstlerpersönlichkeiten und Kunstproduktionen, deren gemeinsamer Nenner der Umstand ist, dass alle in Niederösterreich leben und arbeiten.

FOLDER DER AUSSTELLUNG