19. APRIL 2019 BIS 19. MÄRZ 2021

„Mit ohne Juden“ – Die Region Bucklige Welt – Wechselland

Die Geschichte einer Region „mit ohne Juden“

Die aktuelle Sonderausstellung des Museums erzählt die Geschichte des „ländlichen“ Judentums in der Region, von der Ansiedlung jüdischer Personen in der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur Shoah ab 1938 aber auch der schwierigen Aufarbeitung dieser Periode in der Zeit danach. Verschiedene Themeninseln wie Religion, Arbeit, Kontakte und Freundschaften, der Patriotismus im 1. Weltkrieg und der beginnende rassische Antisemitismus der Zwischenkriegszeit zeigen vielfältige Perspektiven auf das jüdische Leben der Region. Ein breiter Raum ist der Verfolgung, Deportierung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung im Nationalsozialismus sowie der Arisierungen jüdischen Eigentums in der Region gewidmet. Aber auch das Gedenken in Österreich nach 1945 ebenso wie der weitere Lebensweg jener Familien, die fliehen konnten, wird anhand zahlreicher Bilder und Objekte erlebbar gemacht. Darunter befinden sich Raritäten wie ein Thorafragment des frühen 19. Jahrhunderts oder eine Lederhose aus dem Besitz der Industriellenfamilie Mautner. Spannende „Sprechende Bücher“, die zum Lesen und Zuhören einladen, vertiefen die Reise in jene Zeiten.

Familie
Blum

Hochzeit

H. & J. Riesenfeld

Max Jaul

v.l.n.r

Vor der Synagoge der Familie Blum, von links: Moritz Blum, Hedwig Ullman, Fritz Blum, Leo Ullman, Alfred Blum. Die Inschrift über dem Tor lautet: „Das ist das Tor [des Ewigen], durch das die Gerechten eintreten werden.“ (Psalm 118, 20); Krumbach, ca. 1930 © Norman Blum

Hochzeit von Julie Adler (1900 Wien – 1996 London) und Hans Riesenfeld (1899 Wien – 1963 London) mit ihren Eltern Emil und Karoline Adler sowie Gustav und Olga Riesenfeld, Erlach Nr. 69, 4. 12. 1929 © Liselotte Kastner-Adler

Max Jaul (1888 Wiesmath – 1960 Israel) im Jahr 1915 als Soldat der k. u. k. Armee an der italienischen Front © Hannah Katz